Literarisierung der Familie im österreichischen Roman der Gegenwart : Kon/Texte - eine kulturwissenschaftliche Betrachtung (Studien zur Germanistik, Skandinavistik und Übersetzungskultur .18) (2018. 344 S. 210 mm)

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Die hohe Frequenz des Familiensujets in der österreichischen Prosa der Gegenwart geht auf die Renaissance des neuen Familienromans zurück und belegt die Aktualität und Universalität des Themas Familie. Das Buch unternimmt eine kulturwissenschaftliche Betrachtung literarischer Familienbilder hinsichtlich der Festlegung der Strategien, mit denen Familie literarisiert wird. Die Studie fragt daher nach Variablen und Konstanten des Familienbildes unter Einbeziehung der Erkenntnisse der Humanwissenschaften. Die Auslotung familiärer Kontexte in den Romanen von M. Breznik, G. Ernst, B. Frischmuth, A. Geiger, P. Hochgatterer, E. Menasse und M. Streeruwitz als «local knowledges» (Bachmann-Medick) soll dem Leser die hybride Substanz der Kultur der Gegenwart, im Medium Familie, erschließen und die Wandelprozesse nahebringen.

Die Studie untersucht mithilfe eines kulturwissenschaftlichen Analysekonzepts die Strategien der Inszenierung der Familie in österreichischen Romanen (1986-2016). Sie zeigt Familie als Träger zivilisatorischen Wandels und zugleich als stabilisierenden Faktor der sich wandelnden Umwelt. Die Gegenwartsliteratur fungiert somit als ein Kulturarchiv.

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