§15§In diesem Band wird eine kritische Edition der ersten Vorlesungen vorgelegt, die der Privatdozent Paul Tillich an der Berliner Theologischen Fakultät gehalten hat. Es handelt sich dabei um folgende Vorlesungen: 1. Das Christentum und die Gesellschaftsprobleme der Gegenwart (1919), 2. Enzyklopädie der Theologie und Religionswissenschaft (1920), 3. Religion und Kultur (1920), 4. Religionsphilosophie (1920). Hinzu kommt eine Hörernachschrift der Vorlesung "Religionsphilosophie". Die bisher unveröffentlichten Manuskripte aus dem in der Harvard University befindlichen Nachlaß Paul Tillichs geben uns ein differenziertes Bild des kulturtheologischen und religionsphilosophischen Denkens Paul Tillichs in den ersten Jahren der Weimarer Republik. Der Band enthält einen editorischen Bericht, eine historische Einleitung sowie ein Personen- und Sachregister. Anmerkungen geben textkritische und inhaltliche Informationen zum Text. §01§Paul Tillich, geb. 1886 in Starzeddel im Kreis Guben, war evangelischer Theologe und Philosoph. Er lehrte von 1919-33 an verschiedenen deutschen Universitäten. Wegen seiner führenden Rolle beim 'Bund religiöser Sozialisten' wurde er 1933 suspendiert und emigrierte in die USA, wo er 1940 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm. Nachdem er zunächst am Union Theological Seminary in New York unterrichtet hatte, wechselte er 1955 an die Harvard University und war seit 1962 Professor an der Universität Chicago. Ebenfalls 1962 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Er starb 1965 in Chicago.
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