§06§§Die "Europäisch-jüdischen Studien" repräsentieren die interdisziplinär vernetzte Kompetenz des 2011 gegründeten"Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg" (ZJS). Das Zentrum versammelt die wichtigsten Institutionen dieser Region, die sich mit Jüdischen Studien befassen- darunter die einschlägigen Universitäten und Einrichtungen in Berlin und Potsdam. Der interdisziplinäre Charakter der Reihe zielt insbesondere auf geschichts-, geistes- und kulturwissenschaftliche Ansätze sowie auf intellektuelle, politische und religiöse Grundfragen, die jüdisches Leben und Denken heute inspirieren und in der Vergangenheit beeinflusst haben.§ In den EDITIONEN werden Werke herausragender jüdischer Autoren neu aufgelegt. In den BEITRÄGEN werden exzellente Monographien und Sammelbände zum gesamten Themenspektrum Jüdischer Studien veröffentlicht. Die Reihe ist peer-reviewed. In den KONTROVERSEN werden grundlegende Debatten aufgenommen, die von zeitgenössischer und publizistischer Relevanz s §06§ind. Die Reihe ist peer-reviewed.§ §15§§Mit Ludwig Feuchtwangers Jüdischer Geschichte ist ein bislang unpubliziert gebliebenes Werk jüdischer Historiographie zu entdecken. Der Autor, Verleger bei Duncker 〓dischen Geschichte (wie Philon und Maimonides) in den Blick und betont die zentrale Bedeutung der Religion für die "Selbstbehauptung" des Judentums in seiner Geschichte. Im historischen Spiegel erörtert Feuchtwanger die großen Fragen nach "Todfeindschaft" und Fremdherrschaft, Assimilierung, Exodus und Exil und richtet sich dabei mit seiner kulturgeschichtlichen Rekonstruktion der jüdischen "Lebensordnung" auch explizit gegen eine idealistische Verengung auf eine Philosophie des Gesetzes. §Feuchtwangers 1935-38 entstandener Text gehört damit in den Kontext eines bemerkenswerten Phänomens, das §15§Michael Brenner für die Zeit nach 1933 als letztes "Aufflammen jüdischer Geschichtsschreibung im Nationalsozialismus" bezeichnet hat.§§ §07§§European-Jewish Studies reflect the interdisciplinary network and competence of the "Centre for Jewish Studies in Berlin-Brandenburg" which was founded in 2011. The Centre gathers together the most important institutions working on Jewish studies in the region - including the relevant universities and establishments in Berlin and Potsdam. The interdisciplinary character of the series places particular emphasis on the way in which history, the humanities and cultural science approach the subject, as well as on fundamental intellectual, political and religious questions that inspire Jewish life and thinking today, and have influenced it in the past.§ The EDITIONS present new editions of works by outstanding Jewish authors. The CONTRIBUTIONS publish excellent monographs on the entire spectrum of themes from Jewish studies. The CONTROVERSIES deal with fundamental debates that are of contemporary and journalistic relevance.§