The German Linguistic Studies Series is a comprehensive and outstanding forum in its field. It has borne the name of its subject in its title since the foundation of the series in the eighth decade of the last century.
The series is comprehensive in the broad spectrum of topics covered (language levels, varieties, communication forms, epochs) in the range of research perspectives (theoretical and empirical studies, fundamental research and applications, interdisciplinarity with psychology, the social sciences etc.) and methodologies (the sole criterion is quality), in the rhythm of research (trends are perceived and also set, achievements are secured) and in the forms of presentation (monographs, textbooks, collected volumes, dictionaries).
Professorial theses, outstanding doctoral theses, pioneering research findings from wider contexts, but also the surprising stroke of genius' set the standards for inclusion in the series.
Untersucht wird anhand der systematischen Analyse von Ausschnitten aus Fernsehgesprächen, wie die Syntax gesprochener Sprache mit prosodischen und nonverbalen Ausdrucksmitteln zusammenhängt. Am Beispiel von Sätzen und Parenthesen wird dargelegt, daß Prosodie, Gestik und Blickverhalten syntaktische Grenzen markieren und Zusammenhänge auf syntaktischer Ebene verdeutlichen. An typisch mündlichen Strukturen (Fehlansätzen und wiederholten Ansätzen) zeigt sich, daß prosodische und nonverbale Ausdrucksmittel sprachliche Reparaturvorgänge unterstützen und transparent machen oder aber 'überspielen' können. Sie bereiten die Hörerin/den Hörer als Kontextualisierungshinweis auf die folgende verbale Äußerung vor und sind so von entscheidender Bedeutung für die Wahrnehmung der Syntax und damit für die Verstehensprozesse im Gespräch. Prosodie, Gestik und Blickverhalten sind trotz dieser 'parasyntaktischen' Funktion nicht von der Syntax determiniert, sondern können im Dienste semantischer oder stilistisch-pragmatischer Differenzierungen ein breites Spektrum an Bedeutung vermitteln. In der so entwickelten Sichtweise gibt auch das nonverbale Verhalten in der Face-to-face-Interaktion nicht nur vage Informationen über den 'Kontext', die 'Beziehungsebene' oder über 'Bedeutungsnuancierungen', sondern es stellt neben der verbalen und der prosodischen Komponente ein weiteres Signalisierungssystem dar, auf das Interaktionsteilnehmer zur Erreichung ihrer kommunikativen Ziele beim Sprechen und Zuhören zurückgreifen können.