Anstelle einer Untersuchung von "Modernisierungstendenzen", wie sie in den letzten Jahrzehnten im Zentrum geschichtswissenschaftlichen Arbeitens gestanden haben, geht es den Autoren dieses Bandes um die Selbstbeschreibung politischer Ordnungen durch die Zeitgenossen. Den Zugang dazu eröffnet der Fokus auf die politische Kommunikation. Wiegt man die verschiedenen Herrschaftskonzeptionen gegeneinander ab, dann tritt Überraschendes zu Tage: Die Frühe Neuzeit kannte einen kräftigen Republikanismus ebenso wie starke Strömungen zur Begrenzung von Herrschaft, die in Mischverfassungssystemen organisiert waren. Die Beiträge erfassen Ost- und Westeuropa gleichermaßen. Luise Schorn-Schütte ist Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Frankfurt/M. Buchveröffentlichungen u. a. in der Reihe C.H. Beck Wissen. "Die verschiedenen Beiträge vermögen schlüssig aufzuzeigen, dass zentrale politische Ideen der Moderne nur bei oberflächlicher Betrachtung ihre Entsprechung im 16. und 17. Jahrhundert haben (...). Mit diesen Erkenntnissen schlägt der Band eine wichtige Schneise. (...). Abschließend ist hervorzuheben, dass der Band ein Personen-, ein Länder- und Orts- sowie ein Sachregister hat; die Erschließbarkeit wird damit wesentlich verbessert." Anuschka Tischler in: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft 9/2005 "Ein anregender Sammelband." Julian Kümmerle in: HZ 285/3 (2007)