Trauer im humanistischen Dialog : Das Trostgespräch des Giannozzo Manetti und seine Quellen (Beiträge zur Altertumskunde 181) (1st ed. 2002. VIII, 441 S. 15 x 23 cm)

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Ist Trauer ein Ergebnis sozialer Konventionen, entspringt sie gar der Einbildung des Betroffenen, oder liegt sie vielmehr in der Natur des Menschen? Dieser existenziell bedeutsamen Frage geht der Renaissance- Autor Giannozzo Manetti in seiner Schrift Dialogus consolatorius nach und spannt dabei den Bogen von der antiken Tradion über die christliche Trostliteratur hinüber in seine eigene Zeit, in der ein Paradigmenwechsel stattfindet. Manetti qualifiziert die Trauer als natürliche, wesentlich zum Menschsein gehörige Empfindung und hält ein mutiges Plädoyer für die emotionale Emanzipation des Menschen.

Kern der vorliegenden Untersuchung ist eine eng an den zugrundeliegenden Quellen orientierte Kommentierung des Dialoges , die besonders den epocheübergreifend interessierten Altphilologen anspreichen wird. Die Übersetzung des lateinischen Textes im Anhang der Arbeit macht die Argumentation Manettis für Leser aller Fachrichtungen nachvollziehbar.

Am Ende der Arbeit steht ein Versuch, dem Renaissance-Text im Blick auf die Trauertheorien der modernen Psychologie einen aktuellen Bezug zu verleihen und vergleichbare Erfahrungen aufzuzeigen, die Betroffene in der Ausnahmesituation des Trauerfalls in allen Zeiten durchleben.

Neben Sach- und Personenregister erleichtert eine ausführliche Einleitung zur Gattungsgeschichte und zur Wirkungszeit den Zugang zum Thema.

The volumes published in the series Beiträge zur Altertumskunde comprise monographs, collective volumes, editions, translations and commentaries on various topics from the fields of Greek and Latin Philology, Ancient History, Archeology, Ancient Philosophy as well as Classical Reception Studies. The series thus offers indispensable research tools for a wide range of disciplines related to Ancient Studies.

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